Die Restschuldversicherung

Wer sich für einen Kredit entscheidet, der muss auch einen Blick in die Zukunft werfen - Tod oder Arbeitsunfähigkeit können finanzielle Schwierigkeit entstehen lassen, die in weiterer Folge von den Hinterbliebenen und Angehörigen gemeistert werden müssen. Eine Möglichkeit ist die Restschuldversicherung. Für kleinere Finanzierungen kann die Versicherung zwar keinesfalls empfohlen werden, bei größeren Krediten ist die Restschuldversicherung hingegen sinnvoll, sodass die Angehörigen und Hinterbliebenen abgesichert sind.

Der Kreditnehmer wird arbeitslos oder krank - die monatlichen Kreditraten können nicht mehr bezahlt werden. Stirbt der Kreditnehmer, so werden die Hinterbliebenen vor eine finanzielle Herausforderung gestellt, die nur selten gemeistert werden kann. Hat sich der Kreditnehmer für eine Restschuldversicherung (wird auch als Restkreditversicherung bezeichnet) entschieden, so kann er mögliche Gefahren abwehren.

Die Restschuldversicherung, eine spezielle Form der Risikolebensversicherung, übernimmt nämlich in weiterer Folge die Tilgung der Restschuld. Somit weiß der Kreditnehmer, dass er - im Falle eines vorzeitigen Ablebens - seinen Hinterbliebenen keine Kreditschulden hinterlässt. Im Zuge der Kreditvergabe kann sich der Kreditnehmer also für eine individuelle Restschuldversicherung entscheiden - er darf jedoch nicht die Nachteile außer Acht lassen: Die Versicherungsbeiträge sorgen natürlich für Mehrkosten; in vielen Fällen muss sich der Kreditnehmer auch die Frage stellen, ob die Laufzeit der Finanzierung tatsächlich so lange ist, sodass sich eine Restschuldversicherung überhaupt lohnt. Da es unterschiedliche Anbieter gibt, sollte im Vorfeld auch ein Vergleich der vorhandenen Angebote durchgeführt werden. Das Prinzip, das die Restschuldversicherung verfolgt, mag zwar bei allen Anbietern gleich sein, jedoch gibt es Unterschiede - vor allem bei den Kosten - die berücksichtigt werden sollten.

Mindest-, Kombi- oder doch Komplett-Absicherung?

Restschuldversicherung

Dem Kreditnehmer stehen drei Arten zur Verfügung, die sich im Preis und auch in der Leistung unterscheiden. Einige Policen versichern nur den Todesfall des Kreditnehmers, andere Policen greifen auch im Falle einer Arbeitslosigkeit.

Die Mindestabsicherung: Stirbt der Kreditnehmer, so wird die Tilgung der noch offenen Restschuld von der Versicherungsgesellschaft übernommen; die Hinterbliebenen werden also finanziell entlastet. Der Kredit ist also - wenn der Kreditnehmer vor dem Ende der Kreditlaufzeit stirbt - sofort getilgt.

Die Kombi-Absicherung: Die Versicherungsgesellschaft übernimmt die Restschuld, sofern der Kreditnehmer vor dem Ende der Kreditlaufzeit stirbt oder arbeitsunfähig wird. Ist der Kreditnehmer aber nur vorübergehend arbeitsunfähig, so werden nur jene Kreditraten übernommen, die während der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit angefallen sind. Endet die Arbeitsunfähigkeit nach sieben Monaten, so übernimmt die Versicherungsgesellschaft sieben Kreditraten - ist der Kreditnehmer wieder arbeitsfähig, so muss er die weiteren Kreditraten bezahlen.

Die Komplett-Absicherung: Die Versicherungsgesellschaft übernimmt die Restschuld im Todesfall, bei einer Arbeitsunfähigkeit oder auch bei Arbeitslosigkeit.

Die Kosten für eine Restschuldversicherung

Die Kosten können unterschiedlich hoch sein. Natürlich spielt auch das Alter des Kreditnehmers eine wesentliche Rolle - ältere Kreditnehmer müssen oft tiefer in die Tasche greifen, wenn sie eine Restschuldversicherung abschließen wollen. Verfügt der Kreditnehmer über eine Berufsunfähigkeits- oder Kapitallebensversicherung, so können derartige Policen eine Kreditrückzahlung mitunter sicherstellen, sodass keine Restschuldversicherung benötigt wird. Mitunter hat das eigene Depot – beispielsweise bei CMC Markets – einen derart hohen Wert, sodass der Kredit mit dem Guthaben getilgt werden kann.