Die Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung für alle zulassungspflichtigen Fahrzeuge und somit verpflichtend für alle Fahrzeughalter, die ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr betreiben. Die Versicherung tritt bei Schadenersatzansprüchen durch Dritte in Kraft, die zum Beispiel bei einem Unfall entstehen und wo der Halter des Wagens die Schuld – oder Teilschuld – für trägt. Dabei deckt die Versicherung folgende Schäden ab: Sachschäden – Reparaturen an Fahrzeugen oder Objekten wie Schilder, Leitplanken, Zäune etc. – Personenschäden – Heilkosten oder bei Bedarf Invaliditätsrenten – Vermögensschäden und Schmerzensgeldforderungen oder sonstige immaterielle Schäden.

Die Beiträge der Kfz-Haftpflichtversicherung ergeben sich aus diversen Kriterien heraus und schwanken sehr stark. Diese Schwankung ist nicht nur abhängig der Versicherung, sondern auch abhängig vom so genannten Schadenfreiheitsrabatt, bei dem entscheidend ist, wie lange ein Versicherungsvertrag schadensfrei läuft. Des Weiteren entscheidet über die Prämienhöhe der Fahrzeugtyp und in einigen Fällen auch der Zulassungsort. Im Laufe der Jahre kamen auch noch weitere Faktoren hinzu, zu denen zum Beispiel auch das Alter des Versicherten, die Besitzdauer des Führerscheins, der Stellplatz des Wagens – bei Besitz und Nutzung einer Garage ist die Versicherung in der Regel immer günstiger wegen verminderter Diebstahlgefahr wie auch verminderte Schadensgefahr durch äußere Einflüsse – Alter des Wagens, die Fahrleistung – Anzahl der Kilometer im Jahr die das Fahrzeug bewegt werden wird – Fahrereinschränkungen, eventuelle Kinder unter 16 Jahren, Punktestand in Flensburg und bei einigen Personengruppen entscheidend auch der Beruf. Angestellte im öffentlichen Dienst haben oftmals das Recht auf einen Sondertarif bei dieser Versicherung. Weitere Merkmale, die für die Prämienhöhe der Kfz-Haftpflichtversicherung entscheidend sind, sind von den einzelnen Versicherungen abhängig und müssen mit diesen entsprechend individuell geregelt werden.

Kommt es zu einen Schadensfall, tritt die Versicherung bis zu einer bestimmten Deckungssumme in Kraft – in Deutschland liegen diese je nach Fall zwischen 50.000 und hundert Millionen – und sorgt für die Zahlung der anfallenden Reparaturkosten, eventuelle Krankenkosten und gegebenenfalls die Wiederbeschaffung eines Fahrzeuges bei einem Totalschaden. Tritt die Versicherung für einen Schadensfall ein und zahlt der Versicherungsnehmer diesen nicht aus eigener Tasche, wird die Prämie grundsätzlich nach einem vorher durch die Versicherung definierten Schlüssel angehoben. Bei einer Schadenssumme bis zu einem bestimmten Wert – hier gibt es die Möglichkeit sich diese von der Versicherung ausrechnen zu lassen, meist liegt er unter 3000 Euro – ist es deshalb nicht selten sinnvoll die entstandenen Kosten selber zu tragen.